Was gehört wirklich auf die Startseite einer Website?

Was gehört wirklich auf die Startseite einer Website?

20. Juni 2026 | Website

Die Startseite ist die am häufigsten besuchte Seite deiner Website und gleichzeitig die, auf der am meisten schiefläuft.
Zu viel Text, zu wenig Klarheit, ein Hero-Bild ohne Aussage und ein Willkommenstext, der niemandem wirklich sagt, ob sie hier richtig sind.

 

Dabei entscheiden Besucherinnen innerhalb weniger Sekunden: bleiben oder weg.
Das hat nichts mit Ungeduld oder Oberflächlichkeit zu tun. Sie sehen täglich dutzende Websites und haben gelernt, sehr schnell einzuschätzen, ob sich weiterlesen lohnt.

Was also gehört wirklich auf diese Seite, und was kannst du getrost weglassen?

1. Eine klare Aussage darüber, für wen du da bist

Nicht: „Herzlich willkommen auf meiner Website."
Sondern: „Ich helfe selbstständigen Frauen im Online-Business zu einem professionellen Auftritt – ohne Tech-Stress."

Der Unterschied ist enorm. Im ersten Fall nickt die Besucherin höflich und scrollt weiter. Im zweiten Fall denkt sie: Das bin ich. Diese Erkenntnis passiert in den ersten drei Sekunden.

Viele Selbstständige scheuen sich davor, ihre Zielgruppe so klar zu benennen, aus Angst, jemanden auszuschließen.
Aber das Gegenteil ist der Fall: Je klarer du sagst, für wen du da bist, desto stärker fühlen sich genau diese Menschen angesprochen. Und die anderen? Die waren ohnehin nicht deine Kundinnen.

2. Ein Angebot, das man versteht

Du musst nicht jedes Detail auf der Startseite erklären – dafür gibt es die Angebotsseite. Aber die Besucherin sollte sofort verstehen, was du tust und wie sie mit dir arbeiten kann. Ein kurzer Überblick über dein Angebot mit einem Link zur Detailseite reicht vollkommen.

Was nicht funktioniert: fünf verschiedene Dienstleistungen gleichwertig nebeneinander, ohne roten Faden. Wenn alles gleich wichtig wirkt, wirkt nichts wichtig. Überleg dir, welches Angebot du am liebsten verkaufst oder welches am besten zu deiner Zielgruppe passt – und stell das in den Vordergrund.

3. Einen Hinweis darauf, warum du die Richtige bist

Das muss kein langer Lebenslauf sein und auch keine Auflistung aller Zertifikate. Aber ein kurzer persönlicher Moment – ein Satz, der zeigt, wer du bist und warum du das tust – baut Vertrauen auf.

Menschen kaufen von Menschen. Sie wollen wissen, wer hinter dem Angebot steckt. Nicht alles – aber genug, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob die Chemie stimmt. Ein echtes Foto, ein ehrlicher Satz über deinen Ansatz oder eine kurze Geschichte, wie du zu dem geworden bist, was du heute bist, reicht oft mehr aus als jede aufwendige Über-mich-Seite.

4. Einen nächsten Schritt

Die Startseite ist kein Endpunkt, sondern eine Weiche. Wohin soll die Besucherin als nächstes? Dein Angebot lesen? Ein Erstgespräch buchen? Einen Blogbeitrag lesen?

Gib ihr eine klare Richtung. Nicht drei gleichwertige Buttons, die alle gleich laut schreien – sondern eine Haupthandlung, die du dir von ihr wünschst. Alles andere kann daneben existieren, aber eine Priorität sollte erkennbar sein.

Und dieser nächste Schritt sollte niedrigschwellig sein. Ein „Jetzt buchen"-Button für ein 2.000-Euro-Paket funktioniert weniger gut als ein „Lass uns unverbindlich sprechen"-Link zu einem kostenlosen Erstgespräch. Je kleiner der Schritt, desto eher wird er gemacht.

5. Vertrauen aufbauen – ohne zu übertreiben

Kundenstimmen, ein Portfolio-Ausschnitt, ein konkretes Ergebnis, das du begleitet hast – das alles kann auf der Startseite Vertrauen stärken. Aber: Es muss echt sein. Eine generische Aussage wie *„Die Zusammenarbeit war super!"* überzeugt niemanden. Eine spezifische Stimme, die ein konkretes Problem und ein konkretes Ergebnis benennt, schon.

Wenn du noch keine Kundenstimmen hast, ist das kein Grund, die Seite nicht zu veröffentlichen. Fang mit dem an, was du hast – und ergänze später.

Was du weglassen kannst

Alles, was du selbst für wichtig hältst, aber deine Zielgruppe nicht interessiert. Ein langer Abschnitt über deine Ausbildung auf der Startseite zum Beispiel – das gehört auf die Über-mich-Seite. Oder ein Slider, der fünf verschiedene Botschaften versucht gleichzeitig zu transportieren – Slider werden auf den meisten Websites kaum geklickt und lenken mehr ab als sie helfen.

Auch beliebt, aber oft kontraproduktiv: zu viele Farben, zu viele Schriften, zu viele Elemente, die alle gleichzeitig um Aufmerksamkeit kämpfen. Eine ruhige, klare Seite wirkt professioneller als eine vollgepackte.

Weniger ist auf der Startseite fast immer mehr – nicht weil Minimalismus trendy ist, sondern weil Klarheit Vertrauen schafft.

Bereit für den nächsten Schritt?

Nicht sicher, ob deine Startseite diese Punkte erfüllt?

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Kerstin

WordPress Webdesignerin für selbständige Frauen im Bereich Online-Dienstleistung, Gesundheit und Wellness. Ich helfe dir, online sichtbar zu werden – ohne Technikstress.

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